SMO – Social Media Optimization

Heute wollte ich einmal dem Thema SMO (Social Media Optimization) einen kleinen Artikel widmen, da ich denke, dass es für viele da draußen ein ganz interessantes Themengebiet ist. SMO ist ein weiteres Werkzeug in der Kiste eines Online Marketers. Ich würde SMO nicht als den Nachfolger von SEO bezeichnen, die alleinige Zukunft ist SMO auch nicht. Halt einfach nur eine weitere Komponente neben SEO, SEM etc.

Der Witz bei SMO ist ja, dass man eigentlich gar nicht so schrecklich viel optimieren kann. Primär muss der Inhalt stimmen. Wenn der von vorneherein überhaupt nicht passt, dann wird man mit SMO wenig Erfolg haben – bei SEO kann das teilweise noch anders sein. Also muss man für Social Media den Content optimieren; dass heißt, das man einfach mal schauen sollte, was bei Digg, Yigg und wie sie alle heißen gerade so los ist, um dann selber interessanten Content zu erzeugen, den man nachher durch die Social Medias jagt. Kleinere “Optimierungen” sind dann so Sachen wie der Yigg-Button, welcher dem Leser die Möglichkeit gibt, vor Ort für den Artikel zu voten. Aber primäre Bedeutung bei der Optimierung in Hinsicht auf Social Medias hat echt der Inhalt, Punkt.

Man muss sich außerdem klarmachen, was man durch eine Frontpageplatzierung o.ä. auf einem Portal erreichen will. Nehmen wir als Beispiel Digg.com – klar, man bekommt Traffic, sehr viel sogar. Der lässt sich direkt aber nicht wirklich gut monetarisieren, weshalb man Digg-Besucher nicht selten “klickfaules Volk” nennt. Doch: Traffic ist eigentlich nicht das Primärziel, wenn ich auf die Digg Frontpage will. Das, was für mich größeren Wert als der direkte Traffic hat, sind dadurch entstehende Backlinks, die ich für den Artikel bekomme. Viele Blogger und Webmaster durchstöbern Social Media Plattformen nach netten Storys, die sie aufgreifen können – wenn man den Inhalt gut optimiert hat, sprich ihn in interessanter und informativer Form wiedergibt, kann man auf massig Links hoffen. Z.b. werden oft sog. 101 Listen veröffentlicht und verlinkt.

Insgesamt ist SMO eine Form von Linkbaiting. Ich produziere coolen Content, hoffe das er auf den Social Media Portalen gut ankommt und hoffe das paar Backlinks bei herumspringen. Der Traffic ist dabei nur ein netter Nebeneffekt. Natürlich konvertieren sicher ein paar Besucher zu Stammlesern, aber ansonsten sind die Links sicher mehr wert.

Jetzt stellen sich viele die Frage, welche Inhalte immer gut ankommen. Da wären zum einen die oben genannten Listen zu bestimmten Themen. Ein ganz interessanter Artikel, der in die Richtung ging, zeigte die Autos, welche von den US-Probloggern gefahren werden. Da ist natürlich Kreativität gefragt. Man kann soviele Sachen machen, die in irgendeiner Form lustig oder sehr informativ sind – für SMO müssen sie das auch sein!

18 Gedanken zu „SMO – Social Media Optimization“

  1. Primär muss der Inhalt stimmen. Wenn der von vorneherein überhaupt nicht passt, dann wird man mit SMO wenig Erfolg haben

    Jain, der Inhalt kann manchmal noch so gut sein, wenn Du keine Freunde in z.B. einem Chat zum diggen / yiggen aufforderst, dann passiert rein gar nix. Umgekehrt natürlich auch. Ein Youtube Video plus dummen Spruch als Kommentar dürfte normalerweise nie vorn landen,- und tut es doch. Warum? Tja, wenn Du Freund hast …

    Social Media, bedeutet natürlich auch und grade Networking. Nur im erweiterten Sinn, denn auch da werden Freundschaften geschlossen und Gruppen gebildet etc.

    Was allerdings stimmt, das ist der Effekt, auf den man hofft und der wäre in erster Linie User und Stammlesergewinnung und … so zusagen als positiver Nebeneffekt, dass hoffentlich viele weitere Leute in Ihren Blogs und Foren und wo User sonst noch so überall aktiv sind, darüber schreiben und so gute Backlinks zusammen kommen.

    Grüssle Heiko

  2. Da bin ich ganz deiner Meinung. Besucher welche über Social Bookmark Dienste kommen sind in den seltensten Fällen potentielle Kunden.
    Die Anzahl der enstehenden Backlinks ist hier wohl eher interessant. Letztendlich dreht sich also doch wieder alles um SEO 😉

    Florian

  3. Erstmal ein großes Lob. In diesem Alter habe ich noch mit Barbiepuppen, äähm Autos gespielt 😀

    Ne mal im Ernst, wirklich schönes Blog und informative Inhalte.

    Bin nicht wirklich digg,yigg und yang Fanatiker. 😀 Ist die Zielgruppe dort nicht mehr englisches Publikum??? Berichtige mich, wenn ich falsch liege.

    Liebe Grüße

    Seo Breisgau

  4. Es geht um erste Linie darum, neue qualifizierte Besucher auf den verschiedenen Social Media-Plattformen abzuholen. Das ist alles noch stark in den Anfängen.

  5. Wird die ganze Sache nicht überwertet?
    Ich mein qualifizierte Besucher kommen sehr wahrscheinlich nicht von yigg und co!
    Ich denke SMO muss sich erst mal eine Zeit lang halten um nicht als ein vorübergehender “Trend” zu sein.
    Aber das mit den Backlinks ist natürlich nicht schlecht, doch muss man seinen Blog bzw. Webseite halt den Themen anpassen, die bei yigg gefragt sind!

  6. Ich stimme dir in fast allen Punkten zu.

    Viele Leute missverstehen SMO und versuchen nur einen Startseiten-Link abzugreifen.
    Auch ist der erhoffte Traffic, zumindest in Deutschland, nicht hoch genug.

    Es gibt sehr wohl viele Sache die “optimiert” werden können.
    Zeitpunkt, Form, Platzierung der Buttons, etc
    Aber der Faktor “Glück” spielt immer eine große Rolle wenn man mit SocialMedia arbeitet.

    Der Social Linkbait muss nicht immer lustig sein. Er muss auf die Zielgruppe optimiert werden.
    Was bring es mir wenns 100 Leute lustig finden, aber es keiner verlinkt ?
    Wenn nur 10 Blogger es lustig finden, hab ich schon eher was davon

    Darüber hinaus muss man auch sehen das eine erfolgreiche Linkbait/SMO-Aktion zwar einiges an Backlink bringen kann, aber diese Form von Linkaufbau auch sehr dem Profil einer schlechten Link-kauf Kapagne ähnlich ist.
    Viele Links von schlechten Quellen die nicht immer Firmenrelevanz sind oder aus einer schlechten Nachbarschaft stammen.

  7. Sicherlich sind die Optimierungsmöglichkeiten bei SMO ganz anders als bei SEO. Meiner Meinung nach ist beides sehr wichtig und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Der wichtigste Punkt wird aber sicherlich der Content auf der eigenen Webseite und auf allen anderen Webseiten sein. Hier muss man unbedingt auf Einzigartigkeit und Informationsreichtum achten.

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