Interview mit Andreas Dittes (job.watchr.de)

Andreas Dittes hat mit job.watchr ein sehr interessantes Projekt auf die Beine gestellt, welches helfen soll, Jobs im Web 2.0 zu vermitteln. Startups können Jobangebote für umsonst einstellen! Aber auch Jobsuchende bekommen die Gelegenheit, sich dort für eine Stelle zu bewerben. Eine sehr schöne Sache, wie ich finde. In einem kleinen Interview habe ich Andreas die ein oder andere Frage zu diesem Projekt gestellt – danke nochmals, für die Antworten!

Yannick Eckl: Hallo Andreas, danke für deine Zeit! Jobs im Web 2.0 – klingt ja durchaus spannend! Wie lief Job Watchr an, bist du zufrieden?

Andreas Dittes: Ja, Job Watchr lief ganz gut an. Zwar ist die Seite mit ca. 12000 Zugriffen nach einem Monat nicht mit größeren Jobplattformen zu vergleichen, aber es handelt sich ja auch um ein sehr spezielles Feld. Und eine durschnittliche Verweildauer von 4-5 Minuten zeigt, dass die Leute sich mit den eingestellten Stellen beschäftigen. Jedoch wurden schon über 100 Angebote eingestellt!

Yannick Eckl: Denkst du, dass es wenige Jobs in dem Bereich gibt? Oder fehlt einfach nur die Plattform, bzw. das Geld?

Andreas Dittes: Im Gegenteil – es gibt sogar sehr viele Stellen, leider fehlen die Leute um diese zu besetzen. Daher sind im Moment auch keine Profile von Stellensuchenden mehr eingetragen.

Yannick Eckl: Wie soll die Zukunft von job.watchr aussehen? Hast du noch irgendwelche Features in der Pipeline?

Andreas Dittes: Es ist in der Tat einiges geplant. In Köln hatte ich zu einer Session geladen, in der wir über Jobs “suchen und finden” diskutiert hatten. es waren 3 Jobsuchende und ca. 15 Jobanbieter anwesend, sodass wir beide Seiten hören konnten. Dadurch habe ich viel Input bekommen, was den Firmen fehlt und wo ich helfen könnte.
Also konkret haben wir erkannt, dass die Firmen z.B. erst einen qualitativen Beweis von den Bewerbern haben möchten. Das könnte man umsetzen, indem Programmierer einen Beispielcode zum Profil packen müssen oder Designer einige eigene Grafiken. Die Plattform soll im Endeffekt ja das Matchen vereinfachen.

Ein weiterer Punkt ist, dass wir für die Freelancer in Deutschland und Europa noch mehr tun können. Hier habe ich viel mit Leuten aus ganz Europa gesprochen, die alle der Meinung waren, dass hier noch eine sinnvolle Plattform fehlt. Webworker können überall auf der Welt arbeiten, warum sollte man also nicht dafür sorgen, dass sie auch Aufträge aus allen Teilen der Welt relativ einfach bekommen können…

Yannick Eckl: Wenn du unparteiisch wärst: Was würdest du zu webzweinulljobs.de von Nico Lumma sagen?

Andreas Dittes: Ich finde es gut, dass Nico sich auch um das Thema kümmert. Er hat einfach ein anderes Modell bei dem er durch die Gebühren auch ein Budget für Adwords, etc hat.
Interessant ist, dass vor allem größere Companys ein Problem damit haben, ein kostenloses Angebot zu nutzen. “Was nichts kostet, kann auch nichts sein” ist deren Motto.

Da meine Intention ist, der Szene zu helfen, sehe ich Nico und die anderen natürlich nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil bin ich sogar der einzige, der alle anderen verlinkt hat.

Die Grundidee des Job Watchrs war eigentlich die Jobs der anderen Plattformen zu aggregieren. Leider waren nicht alle damit einverstanden, daher habe ich einfach eine neue Plattform eröffnet.
Das ist auch schon die Entstehungsgeschichte!

Yannick Eckl: Eine sicher interessante Frage, die sich viele stellen – weißt du, ob durch job.watchr schon Jobs/Praktika vermittelt wurden?

Andreas Dittes: Da die Kontaktdaten der Companys direkt unter den Angeboten stehen, kann ich das nicht tracken. Ich habe aber schon E-Mails von zwei Leuten bekommen, die sich auf Angebote bewerben wollten.
Würde mich aber auch interessieren, ob es tatsächlich schon einmal einen echten Job Watchr-Erfolg gegeben hat. Ich könnte das vielleicht einmal je Quartal bei den Firmen nachfragen…

Yannick Eckl: Wäre eine Möglichkeit, interessiert sicher viele! So, ich bedanke mich bei Dir, für dieses wirklich informative Interview. Einen schönen Abend noch!

Andreas Dittes: Dir auch!

Kommentare

  1. Super ihr beiden, danke für die Infos über Job Watchr. Gut gemacht Yannick und das mit den Jobsessions sollten wir demnächst auch in München machen, das hat Potential. Aber erst nach Roberts Bloggertreffen, dem Webmontag und dem Barcamp. 🙂

  2. Freut mich, dass es dir gefällt.

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  1. […] Ralf Goetz alias Fridaynite, Sammy Zimmermanns alias Baynado, Alexander Sczakiel alias Stereophone, Andreas Dittes, Max Klinger von Blogopay.eu, Max Wittrock von mymuesli.com, Rene Tauchnitz, Robert Basic, Timo […]

  2. […] hoffentlich im Januar den Weg zu mir findet. Am Ende des Monats gab es dann noch ein Interview mit Andreas Dittes, welchen ich zu seinem Projekt Job Watchr […]

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