Warum valider Code?

Leider machen sich die wenigsten Blogger und sogar Webdesigner Gedanken über die Validität ihres Codes. Zwar verfügen die meisten Browser über Fehlerabfangroutinen, doch trotzdem bringt ein valider Quelltext so einige handfeste Vorteile mit sich:

  • Die Seite wird von jedem Browser angezeigt (was aber nicht automatisch bedeutet, daß sie von jedem Browser GLEICH angezeigt wird)
  • W3C-konformer Code bleibt valide, soll heißen, auch in Zukunft werden valide Seiten in allen Browsern dargestellt, Änderungen müssen nicht zwangsläufig durchgeführt werden.
  • auch PDA-Besitzer, die über nicht so leistungsstarke Browser verfügen, kommen in den Genuß, die Seite vollständig angezeigt zu bekommen
  • Suchmaschinen fällt es (angeblich) leichter, den Text valider Seiten auszulesen
  • valider Code ist gewissermaßen ein Prädikat, mit dem man auch werben kann
  • man beschäftigt sich zwangsläufig intensiver mit Dokumentbeschreibungssprachen, anfangs mag das mühsam sein, macht aber mit der Zeit Spaß und bringt einen enormen Lerneffekt mit sich

Was passiert, wenn mein Code nicht valide ist?

Im Prinzip passiert gar nichts. Die gängigsten Browser werden die Seite einigermaßen richtig anzeigen, da sie die Fehler automatisch korrigieren.

Und wie erstellt man validen Code?

Validen Code kann man erstellen, indem man sich an die Empfehlungen des W3C-Konsortiums hält. Sehr hilfreich ist nach wie vor auch die Seite von Stefan Münz. Den Code überprüfen kann man mit Validatoren, z.B. http://validator.w3.org/ (engl.) oder http://validator.de.selfhtml.org/ (deutsch).

Schwierig wird es zugegebenermaßen bei Content-Systemen, wie zum Beispiel bei Foren- oder Blogsystemen. Die wenigsten haben wohl Lust, sich hinzusetzen und den Code solcher Systeme zu überarbeiten.
Es ist also letztlich eine Frage der persönlichen Motivation, ob man eine Seite valide gestalten möchte oder nicht.

(Autorin: Katja Freunek)

6 Gedanken zu „Warum valider Code?“

  1. Da hatten wir wohl den gleichen Gedanken heute. Gerade vorhin habe ich was über das Elend invalider Templates bei typischen Web-2.0-Services geschrieben. Du hast leider Recht: derzeit ist alles eine Frage der persönlichen Motivation. Allerdings würde ich es begrüßen, wenn sich beispielsweise mal Blogger oder Vielposter in Google-Groups gemeinsam stark machen würden gegen die Gedankenlosigkeit, die wohl bei der Template-Entwicklung bei den Service-Anbietern herrscht.

  2. Hallo Herr Münz,
    der Artikel stammt von einem meiner Co-Autoren, nicht von mir, kann daher nicht sehr viel dazu sagen.

    Danke für den Kommentar.

    Gruß,Yannick E.

  3. Validator sagt zu deinem Blog: Failed validation, 13 errors

    .. ein großer Fehler vieler Blogs ist es, dass sie auf wordpress myblog und wie die bloghostanbieter alle heissen Ihre Blogs zu laufen haben. Auf eigenem Space und eigenem Code kann man wenigstens in allen dateien arbeiten kann und sie valide gestalten.
    Mein Blog hat “nur” 11 Fehler, die nach und nach ausgemerzt werden, viele kommen leider durch PlugIns auf die ich eigentlich nicht verzichten wollte.
    Meine Seite ist strictes xhtml.

    Als Agentur wie wir sie ja sind, legen wir natürich wert darauf, das unsere Seiten zumindest valide sind und auf Wunsch auch strictes xhtml, aber ob das nun ein Grund wäre wie du sagt das es zum werben geeignet ist.

    Natürlich hat man die crossbrowser kompatibilität, aber das wissen und kennen nur leute die sich näher mit der materie beschäftigen. Ein Kunde kommt selten zu mir und sagt ich hätt gern ne valide Seite, viele Wissen nicht was es ist und wir müssen Sie ersteinmal aufklären und diese Uniwssenheit muss man ersteinmal beseitigen, weil viele Webdesigner / Agenturen nutzen dies auch aus und klatschen irgendeinen Code, teilweise sogar in frames dahin und verkaufen es für viel Geld…….

    Gruß

  4. @ Stefan Münz:
    Das Problem liegt wohl darin, daß solche Serviceangebote in der Regel kostenlos sind. Zum einen werden dadurch viele Anwender erreicht, zum anderen halten es wohl die meisten für fehl am Platz, Kritik an den kostenlosen Codes zu üben.
    Und das Nachfragen bei den “Machern”, ob oder wie man z.B. ein (Blog)System valide bekommen kann, wird ziemlich schnell niedergebügelt oder, schlimmer, bei manchen Systemen auf eine kostenpflichtige Variante verwiesen (so gesehen bei WoltLab). Ich finde das mißbräuchlich und eine Abwälzung der Verantwortung auf den Anwender.

    @ Matthias:
    Mein privater Blog ist valide. Und zwar aus genau den Gründen, die Du auch beschreibst: Er ist in meine Homepage integriert, Plug-Ins habe ich nicht, den Quellcode habe ich soweit angepasst, daß er meinen Bedürfnissen und Anforderungen entspricht und daß ich grünes Licht vom Validator bekomme.
    Aber: Auch hier stoße ich immer wieder auf Barrieren, da sich, trotz Deaktivierung des WYSIWYG-Editors, in das angeblich reine HTML, das man beim Posten eingeben kann, routinemäßig irgendwelche Tags einschleichen, die den ganzen Code verhauen. Und wer hat Lust und Zeit, sich hinzusetzen und auch noch den Admin-Code zu überprüfen (vom Know-How, das man braucht mal ganz zu schweigen)?
    (Und das sehe ich gerade an meiner Forum-Index-Seite, für die ich wahrscheinlich noch Tage brauche, um sie wieder valide zu bekommen…)

    Warum viele ihre Blogs auf Blogger usw veröffentlichen, liegt für mich klar auf der Hand: Entweder fehlt den Betreffenden der eigene Webspace oder die Lust, sich selbständig etwas aufzubauen. Außerdem erreicht man über die Anbieter durch automatisierte Blogrolls, Profilabgleich, Verlinkung oder Pinging Leser, die der privaten Homepage idR fernbleiben.

    Im professionellen Bereich ist es meiner Meinung nach nicht Aufgabe des Kunden, den Anbieter um validen Code zu bitten. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein (wie das bei Euch ja ist, und ich denke, das könnte man sehr wohl zu Werbezwecken nutzen. Wenn Du ein Angebot schreibst und mit aufführst, das Euer Code valide ist, vergleicht der Kunde möglicherweise mit Konkurrenzangeboten, fragt eventl. bei der Konkurrenz nach, ob die das auch so machen und kann so einfacher feststellen, ob er es mit Profis zu tun hat oder nicht.)

  5. Validität hin, Validität her, aber sie ist und bleibt nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen!
    Semantische Textauszeichnung und konsewuente Trennung von Markup und Design sind die Ziele, denen wir uns widmen sollten. Da ist die Validität nur noch eine logische Konsequenz und wie Ingo schon in Foren schrieb eine Selbstverständlichkeit. Wenn man diese Richtlinien alle beachtet, dann macht man seine Seiten nicht nur zukunftssicher, sondern auch noch barrierefrei und behindertenfreunlich.
    Nur wer nach hohen Zielen strebt, der wird auch hohe Ziele erreichen.

  6. Also bei mir ist Validität inzwischen Normalität. Wenn das Design steht, geht es an die Validität und Bereinigung. Mit WordPress an sich hatte ich bisher keinerlei Probleme. Wie gesagt, meistens sind es die Plugins, die die Validierung unmöglich machen. Oder auf meinem Ex-Testserver bei Funpic die Werbung bzw ein Footer vom Host.
    So schwierig ists ja auch nicht, wenn man “von Hand” codet 😉

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